Rückforderungen bei fehlgeschlagenen Kapitalanlagen – Nicht immer notwendig!

Mit einer Entscheidung vom 07.12.2017 stärkt der Bundestgerichtshof Beteiligte von gescheiterten Kapitalanlagen.

Nicht selten verlaufen Kapitalanlagegeschäfte anders als zunächst geplant. Im schlimmsten, und leider immer wieder vorkommenden Fall, geht die Anlagegesellschaft hierbei auch in die Insolvenz. Dies kann für Anleger teuer werden, da bei vielen Anlageprodukten über die Jahre Ausschüttungen erfolgen, welche nicht durch Gewinne gedeckt waren (sog. gewinnunabhängige Ausschüttungen).

Diese Ausschüttungen werden durch die Treuhändergesellschaften sodann regelmäßig von den Anlegern zurückgefordert um noch bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Banken zu begleichen.

Mit seiner jüngsten Entscheidung hat der BGH jedoch klargestellt, dass die Verjährung derartiger Ansprüche schon dann beginnt, wenn für den Treuhänder feststeht, dass eine Rückforderung erfolgen wird und nicht erst, wenn die Bank die offenen Forderungen fälligstellt.

Praxistipp:

Sollten daher auch von Ihnen Gelder zurückgefordert werden sollten Sie genau prüfen, seit wann bekannt war, dass sich die Kapitalanlage in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet. Nicht selten sind die Rückforderungsansprüche schon verjährt, so dass eine Rückzahlung nicht geleistet werden muss. Sprechen Sie uns gerne an und lassen Sie Ihre Verträge prüfen.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 07. Dezember 2017, Az.: III ZR 206/17

Richard Bode

Rechtsanwalt für Banken- und Kapitalmarktrecht

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