Strenge Prüfung der Testierfähigkeit von Nöten bei entsprechenden Anzeichen einer Einschränkung

In einem aktuellen Beschluss führt das OLG Frankfurt a.M. aus, dass an die Prüfung der Testierfähigkeit strenge Anforderungen zu stellen sind, soweit Anhaltspunkte dafür bestehen, dass diese eingeschränkt ist.

§ 2229 Abs. 4 BGB bestimmt insoweit, dass derjenige der wegen krankhafter Störung der Geistestätigkeit, wegen Geistesschwäche oder wegen Bewusstseinsstörung nicht in der Lage ist, die Bedeutung einer von ihm abgegebenen Willenserklärung einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln, ein Testament nicht errichten kann.

Im vorliegenden Fall hatte die Erblasserin alle Verwandten enterbt und Detektive zu ihren Erben bestimmt, die bereits zu Lebzeiten für sie tätig waren, da sie der Vorstellung unterlag, fortlaufend von Dieben bestohlen zu werden. Aus diesem Grund überwachten die Detektive ihr Haus und statteten dieses mit Kamers aus.

In einem solchen Fall ist nach dem Beschluss des OLG eine umfassende und eingehende Prüfung der Testierfähigkeit geboten, wenn notwendig auch unter Zuhilfenahme von Sachverständigen.

OLG Frankfurt a.M., Beschluss vom 17.08.2017 - 20 W 188/16

Herr Rechtsanwalt Lauf,

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht, Wirtschaftsrecht, Erbrecht

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