Merz & Stöhr

Ihre Spezialisten im Verkehrsrecht

Ordnungswidrigkeiten

Bußgelder

Einleitung

Es gibt wohl kaum einen Autofahrer, der im Laufe der Jahre nicht wegen einem Verstoß gegen die Verkehrsregeln belangt wird. Dies liegt auf der einen Seite daran, dass wir Menschen alle Fehler machen, aber auf der andererseits sind die Verkehrsverstöße eine nicht unbeachtliche Einnahmequelle des Staates geworden. Dies erklärt auch die in den letzten Jahren erhöhte Verfolgung der Verkehrsordnungswidrigkeiten und die damit einhergehenden höheren Strafe des Staates.


Geschwindigkeitsverstoß

Wer kennt das nicht? Man hat Frühs verschlafen und muss rechtzeitig zur Arbeit kommen. Kurz nicht aufgepasst und man fährt anstatt 50 km/h 60km/h und dann blitzt es. Geschwindigkeitsverstöße sind alltäglich und das ist jedem Autofahrer bewusst. Es wird kaum einen Fahrzeugführer geben, der sich immer und in jeder Situation an die jeweils vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit hält. Dabei sind oft kein böser Wille, Rücksichtslosigkeit oder fehlendes Unrechtsbewusstsein die Ursachen. Oft ist es einfach so, dass man auf Grund der oft unübersichtlichen Beschilderung der Straßen, die richtige Geschwindigkeitsbegrenzung übersieht.  Auch macht der Fahrkomfort und die PS-Stärke der heutigen Fahrzeuge es dem Fahrzeugführer recht schwer zu bemerken, dass man zu schnell unterwegs ist.

Jedoch kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung enorme Folgen haben. Ein Verstoß gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung kann von einer reinen Geldstrafe über Punkte bis hin zum Fahrverbot reichen. So reicht die Spannung der Bestrafung bei einem Geschwindigkeitsverstoß nach dem neuen Punktekatolg von 10€ bis hinzu zu 600€ mit 2 Punkten und einem Fahrverbot von 3 Monaten.

In Verfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen kann es je nach Art des Messverfahrens durchaus Ansatzpunkte für ein Angreifen des Messergebnisses geben. Längst sind nicht alle Messverfahren zuverlässig.  Auch kann ein Bußgeldverfahren deshalb nicht formal ordnungsgemäß sein, weil dem Fahrzeugführer keine Möglichkeit zum Zugang des Blitzerfotos gewährt wurde. Denn neuerdings werden die Lichtbilder nicht mehr anbei mit dem Vorwurf des Geschwindigkeitsverstoßes per Post zugeschickt. Vielmehr wird dem Fahrzeugführer die Möglichkeit gegeben, dass Blitzerfoto über einen Link per Internet anzusehen. Es kommt aber manchmal vor, dass wegen einem technischen Problem des Blitzerfotos nicht abgerufen werden kann. Sollten Sie in diesem Fall von der Bußgeldbehörde- trotz erfolgter Aufforderung Ihrerseits- kein Lichtbild zugesandt bekommen, reicht dies bereits aus, um das Bußgeld bzw. die verhangen Punkte und das Fahrverbot rechtswidrig und damit nichtig ist.


Rotlichtverstoß

Das überfahren einer roten Ampel ist in jedem Fall eine teure Angelegenheit. Bei diesem Verstoß fängt der neue Bußgeldkatalog bei 90€ und einem Punkt erst an. Die Höchststrafe liegt bei 360€ 2 Punkten, Fahrverbot von 1 Monat und kann sich sogar unter Umständen in eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren umwandeln. Es gibt verschieden Arten um Rotlichtverstöße zu dokumentieren. Die häufigste Überwachungsanlage ist die stationäre Lichtbildmaschine die sogenannte Starenkästen. Zur Funktionsweise dieser Methode soll nur so viel gesagt sein: In der Regel gibt es zwei Kontaktschleifen, bei deren Durchfahren dann zwei Fotos ausgelöst werden. Durch ein Protokoll können die konkreten Daten zur Wegstrecke, Geschwindigkeit, Rotlichtzeit, Gelblichtzeit etc. ermittelt werden. Je nach festgestellter Geschwindigkeit und Rotlichtzeit kann es in Einzelfällen gelingen, durch einen geschickten Vortrag unter die Sekundengrenze zu gelangen und damit das Fahrverbot abzuwenden.

Als weitere Methode, um Rotlichtverstöße zu verfolgen, gibt es Fahrzeuge, die mit ProViDa-Systemen ausgestattet sind. Hierzu wird ein solches ProViDa-Fahrzeug im Bereich einer Ampelkreuzung günstig und unauffällig positioniert. Von dieser getarnten Position aus läuft dann die Videoaufnahme und es werden die bei Rot über die Ampel fahrende Fahrzeuge aufgenommen. Der Fahrzeugführer wird dann in der Regel an der nächsten Ecke von einem dort wartenden Beamten herausgezogen, welcher über den Rotlichtverstoß umgehend informiert wurde. An diesem Anhalteposten, werden dann die Personalien aufgenommen. Diese Methode erscheint insbesondere in Anbetracht auf das informationelle Selbstbestimmungsrecht kritisch, denn bei dieser Methode wird in der Regel einfach ohne Anfangsverdacht eine Kamera laufen gelassen.

Zuletzt werden Rotlichtverstöße auch häufig auf Grund der Aussage von Polizeibeamten, die einen solchen Verstoß beobachtet haben wollen, verfolgt. Hier gilt es vorerst die Aussage zu verweigern, wenn keinerlei Personalien festgestellt wurden, sondern alleine eine Halteanzeige durchgeführt wurde.  Denn oftmals reichen die Zeugenangaben für eine Überführung nicht aus. Insbesondere passen häufig die Abstandsangaben mit der geschätzten Geschwindigkeit nicht zusammen.

Auch kann man unter Umstanden ein Fahrverbot abwenden, wenn der sogenannte Mitzieheffekt vorlag. Bei dem sogenannten Mitzieheffekt handelt es sich um einen Unterfall des Augenblicksversagens. Gemeint ist Folgendes: Der Betroffene wartet auf einer mehrspurigen Straße, die verschiedene Ampelschaltungen für die unterschiedlichen Richtungen hat. Wenn der Betroffene nun anfährt, sobald die nicht für seine Fahrspur geltende Ampel auf „grün“ wechselt, dann spricht man von dem Mietzieheffekt. Der unaufmerksame Fahrer lässt sich sozusagen durch das neben ihm anfahrende Fahrzeug „mitziehen“. Hierzu ein Beispiel: Der Betroffene wartet auf der Geradeausspur und fährt an, sobald die Ampel für Linksabbieger auf „grün“ wechselt.


Abstandsverstoß

Wer zu dicht auffährt, bedrängt nicht nur den Vordermann. Auch muss er selbst eine erheblichen Strafe für diesen verstoß in Kauf nehmen. Vorgesehen sind Strafen von 25€ bis 400€ zusätzlich 2 Punkte und Fahrverbot bis zu 3 Monaten. Dafür reicht schon eine Unterschreitung des Abstandes für einen kurzen Augenblick. Leider verschätzt man sich schnell mit dem Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. De Faustregel „halber Tacho“ oder „2 Sekunden“ sind nicht immer so leicht umzusetzen. So kommt es oft zu einem Vorwurf für den man wenig bis gar nichts kann. Viel ärgerlicher ist es dann noch,  wenn man Gefahr läuft eine so hohe Strafe auferlegt zu bekommen, weil ein Messfehler vorlag.

Denn auch hier wird zumeist der Abstand über eine Videokamera, die auf einer Brücke oder ähnlichem installiert wird, errechnet. Diese Kamera nimmt eine Frontalaufzeichnung des Fernbereiches auf. Auf Grund des in der Fahrbahn eingezeichneten Messbereiches wird später an Hand einer perspektivischen Transformation der Abstand berechnet. Problem hierbei ist, dass anhand dieser Frontperspektive ein Abbremsen des Vorderfahrzeuges nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.

Die Rechtsanwaltskanzlei Merz & Stöhr aus Dresden kann an Hand ihrer langjährigen Erfahrung und Fachkompetenz Sie bei dem Einspruch gegen den Bußgeldbescheid strategisch beraten und unterstützen.


Falschparken

Auf Grund der extrem hohen Knappheit von Parkplatzen bleibt es nicht aus, dass man in seinem Leben einmal dazu mehr oder weniger gezwungen ist unsachgemäß zu parken. Manchmal sind die Halte- und Parkverbote so undurchsichtig ausgeschildert, dass man gar nicht weiß, wo man parken darf und wo nicht. Denn wie oft kommt es vor, dass ein Parkverbot ausgeschildert wird, aber bevor es wieder aufgehoben wird, fängt bereits das nächste Parkverbot an. Dann kommt man zurück zu seinem Auto und findet das ungeliebt „Knöllchen“ an seiner Windschutzscheide. Aber wichtig zu wissen ist hierbei, dass immer nur der tatsächliche Fahrer für diesen Verstoß belangt werden kann und nicht der Halter des Fahrzeuges. Naturgemäß ergeht das Bußgeld aber gegen den Halter, weil das falsch parkende Auto meist allein durch das Kennzeichen bestimmt wird. Die Feststellung des tatsächlichen Fahrers ist in den meisten Fällen nicht von Anfang an möglich. Hier öffnet sich bereits die erste Einspruchsmöglichkeit gegen das Bußgeld, falls Sie gar nicht das Auto falsch geparkt haben. Dazu müssen Sie aber den tatsächlichen Fahrer bekannt geben. Sofern Sie keine Angaben machen und der Fahrer nicht ermittelbar ist, ergibt sich vor diesem Hintergrund im Bereich der Halt- und Parkverstöße doch eine gewisse „Halterhaftung“, und zwar hinsichtlich der Verfahrenskosten. Danach hat der Halter des Fahrzeugs oder dessen Beauftragter die Kosten des Verfahrens zu tragen, wenn vor Eintritt der Verfolgungsverjährung der  tatsächliche Fahrer nicht ermittelt werden kann oder die Ermittlung einen unangemessenen Aufwand erfordern würde.

Im Regelfall wird zunächst einmal bei gewöhnlichen Verstößen dem Halter ein Verwarnungsgeld auferlegt wird. Zahlt er dieses Verwarnungsgeld nicht und ist ein Nachweis der Fahrereigenschaft nicht möglich, wird das Verfahren regelmäßig eingestellt. Dabei werden dann dem Halter die Verfahrenskosten auferlegt. Liegt dieses im Bereich von 15 € lohnt sich diese Verteidigungsaufwand nicht. Denn die die Verfahrenskosten liegen regelmäßig mit inzwischen 20 € über dem Verwarngeld. Anders sieht dies allerdings aus, wenn man ein höheres Bußgeld auferlegt bekommt.

Sofern auf Sie mangels Fahrerermittlung zu einer Kostenentscheidung zukommt, kann diese im Einzelfall unbillig und damit anfechtbar sein. Dies ist beispielsweise dann der Fall wenn Sie von dem Vorwurf erst so spät Kenntnis bekommen, dass man nicht mehr erwarten konnte, dass man sich an den tatsächlichen Fahrer zum vorgeworfenen Zeitraum erinnern kann. Davon kann man ausgehen, wenn der parkverstoß bereits mehr als 2 Wochen zurückliegt.


Einspruch gegen Bußgeldbescheid

Oftmals wird nach einem Verkehrsverstoß ein Bußgeldbescheid ausgestellt. Hier wird Ihnen ein Verstoß zur Last gelegt, der für sich genommen nicht sonderlich gravierend ist und mit einer Geldstrafe geahndet wird. Hier verschicken Behörden oftmals Bußgeldbescheide mit einem bestimmten Betrag, um die Sache schnell erledigen zu können.

Oftmals wird die unter Umständen hohe Strafe ohne Überlegung bezahlt, um die Angelegenheit abhaken zu können. Davon ist abzuraten, da Bußgeldbescheide oftmals fehlerhaft sind. Sei es, weil Details weggelassen oder verkannt werden, der Geldbetrag viel zu hoch angesetzt ist oder Formalien nicht eingehalten wurden. Häufig sind schlichtweg auch die Messungen unzutreffend. Ferner sind oftmals die Verstöße, die in dem Bußgeldbescheid geltend gemacht werden, bereits verjährt.

Aus diesem Grund sollte man den Bescheid prüfen lassen. Denn die Bescheide – ob rechtmäßig ergangen oder nicht – haben selbst nach der Bezahlung noch eine Wirkung. So kann die Behörde nach mehrmaligen Bußgeldbescheiden von einer erneutem Bußgeldbescheid absehen und drastischere Strafen, wie Punkte oder Fahrverbote, erteilen.

Die Erfolgsaussichten können die Fachanwälte der Kanzlei Merz & Stöhr aus Dresden anhand der Ermittlungsakte für Sie aus fachlicher Sicht bewerten. Oftmals sind die Chancen besser als man denkt. Denn eine Vielzahl von Bußgeldbescheiden ist falsch oder inhaltlich mangelhaft. Dies betrifft ungefähr ein knappes Drittel aller Bußgeldbescheide. Zahlen Sie also nicht leichtfertig, ohne den Bescheid von uns prüfen zu lassen.

Gerade bei gewerblichen Wagenflotten oder einem Fuhrpark können sich rasch viele Bescheide ansammeln. Hier nicht zu reagieren würde Unsummen als Geld verschlingen, denn die Chancen stehen gut, den Bescheid aus der Welt zu schaffen. Gleiches gilt für Privatleute.

Beachten Sie, dass Sie bei Bußgeldbescheiden innerhalb von zwei Wochen Einspruch eingelegt haben müssen, sonst wird der Bescheid wirksam. Sprechen Sie uns daher unverzüglich an. Die Kosten in Bußgeldsachen werden regelmäßig von der Verkehrsrechtsschutzversicherung übernommen. Bei jeder Rechtsschutzversicherung steht Ihnen eine freie Anwaltswahl zu.

Wir arbeiten als Fachkanzlei für Verkehrsrecht seit Jahren mit exzellenten Sachverständigen zusammen. Wir lassen die Messung überprüfen. Wir prüfen auch, ob die Geräte sorgfältig Instandgehalten wurden, ob die Messung lückenlos dokumentiert ist und keine äußeren Einflüsse das Ergebnis eventuell verfälscht haben könnten.

So entwickeln wir mit Ihnen dem Gericht gegenüber eine abgestimmte Strategie um das für Sie bestmögliche Ergebnis zu erzielen.


Abwendung von Fahrverboten

Ein Fahrverbot ist – neben dem kompletten Führerscheinentzug – das schärfste Mittel im Straßenverkehrsrecht, um Verstöße zu sanktionieren. Da heutzutage viele Leute auf ihr Fahrzeug angewiesen sind – beruflich wie privat – ist eine fachanwaltliche Beratung bei einem drohenden Fahrverbot dringend zu empfehlen.

Jeder Einzelfall ist selbstverständlich unterschiedlich und bedarf eingehender Prüfung durch unsere Kanzlei. Relevant ist z.B., ob Sie Erst- oder Wiederholungstäter sind. Ferner, wie hoch die Geschwindigkeitsüberschreitung war und ob dies Außerorts oder Innerorts erfolgte. Daher können wir keine pauschalen Aussagen treffen. Jedoch hat die Erfahrung gezeigt, dass Sie als Betroffener gute Chancen haben, die schwerwiegenden Folgen des Fahrverbots teils massiv abzumindern.

Ob der Bescheid überhaupt rechtmäßig ist, stellt regelmäßig die erste Prüfung dar. Wie dargelegt, sind oftmals Bescheide nicht wirksam, da sie Fehler enthalten. Dies prüfen wir für Sie. Ferner arbeiten wir seit Jahren mit anerkannten Sachverständigen zusammen, die im Falle einer Drogen- oder Trunkenheitsfahrt das toxikologische Gutachten überprüfen können. Auch hier werden oftmals folgenreiche Fehler gemacht, die sich in der Berechnung der Grenzwerte massiv niederschlagen können.

Vor diesem Hintergrund prüfen wir das gesamte Verfahren des Bußgeldbescheides in Bezug auf seine Rechtmäßigkeit. Es können auch formale Fehler zu einem rechtswidrigen Bußgeldbescheid führen.

Falls der Bescheid rechtmäßig ergangen ist, haben Sie aber immer noch mehrere Möglichkeiten.

Sie können das Fahrverbot nach Einspruch in ein meist um das doppelte erhöhtes Bußgeld umwandeln. Auch können Sie den Richter davon überzeugen, dass ein Fahrverbot eine unzumutbare Härte darstellen würde. Dies ist immer dann gegeben, wenn die wirtschaftliche Existenz bedroht ist und der Verstoß nicht gänzlich schwerwiegend war. Hier sind gewichtige Gründe anzugeben und sorgsam zu argumentieren. Wir als jahrelange Fachkanzlei für Verkehrsrecht haben hier die nötige Expertise.

Falls sich ein Verbot nicht umgehen lässt, gibt es noch die Möglichkeit, den Zeitraum des Fahrverbotes selber zu bestimmen. So lässt sich das Fahrverbot beispielsweise in die Urlaubszeit legen. Damit können Sie Folgen bezogen auf Ihre Erwerbsfähigkeit umgehen. Allerdings ist ein aufteilen des Fahrverbotes auf mehrere Zeiträume nicht möglich.


Einspruch bei Überschreitung von Lenkzeiten, Überbeladung oder Ladungssicherung

Berufskraftfahrer müssen insbesondere darauf achten, dass sie ihre Lenkzeiten nicht überschreiten, den Fahrtenschreiber ordnungsgemäß führen, den Wagen  nicht überladen haben oder das Transportgut ausreichend gesichert haben. Seit Einführung der LKW-Maut führen auch hier Verstöße regelmäßig zu Bußgeldern. Das sind – neben besonderen Geschwindigkeitsbegrenzungen für LKWs – die häufigsten Probleme, mit denen Berufskraftfahrer konfrontiert werden können.

Hier wirken sich Verstöße oftmals dramatisch aus, da Berufskraftfahrer auf ihren Führerschein ganz elementar angewiesen sind.

Wir vertreten schon länger größere Speditionen oder Fuhrparkbesitzer, um den reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Denn auch für den Chef ist der Ausfall eines Mitarbeiters wegen solcher Verstöße ärgerlich und sorgt für Mehraufwand. Besonders bei Gefahrguttransporten droht nicht nur dem Fahrer ein hohes Bußgeld, sondern auch dem Chef des Unternehmens, wenn dieser nicht verantwortungsbewusst gehandelt hat.

Für LKW-Fahrer gelten bestimmte Lenk- und Ruhezeiten. Grund ist, dass viele LKW-Fahrer lange Strecken fahren müssen und unter Zeitdruck stehen. Hier ist die Versuchung groß, schnell möglichst große Distanzen zu fahren. Dies führt zu Übermüdung und das begünstigt Unfälle. Auch beachtet werden müssen Fahrverbote für LKWs an Sonn- und Feiertagen.

Diese Lenk- und Ruhezeiten werden auf einem im Wagen befindlichen Gerät gespeichert. Hier gibt es verschiedene Modelle. Daneben gibt es Tages- und Wochenlenkzeiten, die der LKW-Fahrer jeweils beachten muss. Diese müssen unterbrochen werden, damit der Fahrer sich erholen kann. Ausnahmen sind kaum zulässig, im Einzelfall aber möglich. So zum Beispiel bei Anordnungen der Polizei oder Feuerwehr, das Auto wegzufahren oder wenn keine geeignete Haltestelle gefunden werden konnte.

Hier können Bußgelder bei Manipulation oder nicht sorgfältiger Führung des Fahrtenschreibers ebenso verhängt werden wie bei Überschreitung der Lenkzeiten. Das Bußgeld trifft wieder nicht nur den Fahrer, sondern auch den Unternehmer.

Die Überladung eines LKWs stellt ein enormes Sicherheitsrisiko, nicht nur für den LKW selbst, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer dar. Die LKWs sind in der Regel auf eine bestimmte Nutzlast ausgelegt. Überladungen können die Bremswirkung verringern und so ein enormes Sicherheitsrisiko darstellen.

Wenngleich ein Fahrer seinen LKW in der Regel nicht immer selber belädt, sondern mitunter weitere Mitarbeiter größere LKWs beladen, entbindet das den Fahrer nicht von seiner Sorgfaltspflicht, den LKW nicht zu überladen. Er hat vor Fahrtantritt sicherzustellen, dass mit dem Wagen und der Ladung alles in Ordnung ist.

Bei stichprobenartigen Kontrollen kann das Gewicht der Ladung mit mobilen Waagen speziell für LKWs auch auf Parkplätzen sicher bestimmt werden. Überladungen halten den Betrieb massiv auf – denn je nach Umfang der Überladung wird die Weiterfahrt nicht gestattet. Es muss dann ein weiterer LKW einen Teil der Ladung übernehmen. Ferner wird auch in diesem Fall, nicht nur für den Fahrer, sondern auch für den Halter ein Bußgeld verhängt.

In diesem Zusammenhang ist auch die Sicherung des Gutes von erheblicher Bedeutung. Bei Kontrollen wird auf die Absicherung viel Wert gelegt, da eine nicht fixierte Ladung ein unberechenbares Risiko auf der Autobahn darstellen kann. So, wenn sie sich während der Fahrt oder des Bremsvorganges verschiebt, kann es die Fahrdynamik massiv beeinträchtigen. Achten Sie daher darauf, die Ladung evtl. mit genügend Spanngurten fixiert zu haben. Halten Sie immer welche auf Vorrat bereit. Nachlässigkeiten von Mitarbeitern gehen zu Ihren Lasten, da Sie als Fahrer die Verantwortung tragen.

Achten Sie vor allem beim Gefahrguttransport darauf, alle gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Das betrifft auch Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Augenspülflüssigkeit, etc.) sowie notwendige Genehmigungen.

Die LKW-Maut betrifft alle LKW, die auf deutschen Straßen fahren. Hierbei spielt das Land der Zulassung keine Rolle. Jedes Fahrzeug erhält einen entsprechenden Mauttarif, der auf einer Chipkarte gespeichert wird. Die Erhebung erfolgt dann digital. Es erfolgen daneben Stichproben auf der Autobahn. Da auf ca. 10 Mio. LKW auf den deutschen Straßen nur ca. 300 stationär aufgebaute Anlagen zur Verfügung stehen, verleitet das zu Manipulationen. Hiervon ist dringend abzuraten. Neben einem hohen Bußgeld für den Fahrer und den Halter muss auch die nichtgezahlte Maut beglichen werden. Hier können sich schnell hohe Summen bilden.

Wir als Fachkanzlei für Verkehrsrecht erarbeiten mit Ihnen zusammen eine Strategie, um Sie in dieser Angelegenheit optimal zu vertreten. Hierzu behalten wir selbstverständlich die regionale und überregionale Rechtsprechung im Auge, um jeden Einzelfall gebührend zu würdigen. Verlassen Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung in diesem Gebiet.


Wir bitten um Ihr Verständnis, dass auch die „weiterführenden Informationen“ nur die grundlegenden Probleme der einzelnen Bereiche im Verkehrsrecht ansprechen können und auch diese nur in den Grundzügen erläutern. Wir, die Rechtsanwälte von Merz & Stöhr, weisen darauf hin, dass die Lektüre der vorstehenden Ausführungen keine persönliche Rechtsberatung ersetzen kann, sondern lediglich eine erste Informationsgrundlage darstellt. Für ein solches persönliches Beratungsgespräch stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Dabei sind wir grundsätzlich deutschlandweit aktiv. Im Bereich des Verkehrsrechts konzentriert sich unsere Tätigkeit dabei vor allem auf den Freistaat Sachsen, insbesondere die Region Dresden (Chemnitz, Görlitz, Pirna, Mittweida, Zwickau, Kamenz, Meißen, Bautzen, Riesa, Freiberg, Leipzig etc.).

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