Merz & Lauf

Ihre Spezialisten im Versicherungsrecht

Ansprüche aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Weichen für eine ausreichende Absicherung im Fall des Eintritts der Berufsunfähigkeit werden schon bereits bei Abschluss des richtigen Vertrages über eine Berufsunfähigkeitsversicherung gestellt. Es ist daher unerlässlich, sich vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung darüber im Klaren zu sein, welche Leistungen im Fall einer Berufsunfähigkeit notwendig sind, um den innegehabten Lebensstandard abzusichern. Treten später Probleme auf, ist es oft sinnvoll einen fachkundigen Anwalt für Berufsunfähigkeitsversicherungen hinzuzuziehen.


Besonderheiten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Anders als bei anderen Versicherungen hat der Versicherte bereits vor Abschluss des Versicherungsvertrages sogenannte „vorvertragliche Obliegenheiten“ zu beachten. Hierzu ist unbedingt die wahrheitsgemäße Angabe zum Gesundheitszustand und den vorangegangenen ärztlichen Behandlungen zu zählen.

In einer Vielzahl von Fällen können sich die Berufsunfähigkeitsversicherungsgesellschaften auf eine Leistungsfreiheit berufen, obwohl ein Versicherungsfall eingetreten ist, da sie dem Versicherungsnehmer nachweisen können, dass er seiner vorvertraglichen Obliegenheitspflicht, nämlich der wahrheitsgemäßen Beantwortung der Gesundheitsfragen, nicht nachgekommen ist.

Daher ist es zu empfehlen, sich bereits bei Abschluss eines Vertrages durch einen Anwalt für Berufsunfähigkeitsversicherung beraten zu lassen. Hierfür stehen unsere Rechtsanwälte für Versicherungsrecht von der Kanzlei Merz & Lauf gern zur Verfügung.


Inhalt der Berufsunfähigkeitsversicherung

Grundsätzlich versichert ist die berufliche, individuelle Leistungsfähigkeit des Versicherten in Bezug auf seinen zuletzt ausgeübten Beruf oder auf eine andere Tätigkeit, die der Versicherte tatsächlich ausübt.

Es sollte daher bereits vor/bei Vertragsabschluss geprüft werden, ob dieser eine sogenannte „abstrakte bzw. konkrete“ Verweisungsklausel enthält. Aufgrund einer solchen Klausel ist die leistungspflichtige Berufsunfähigkeitsversicherung im Fall des Eintrittes der Berufsunfähigkeit berechtigt, den Versicherungsnehmer unter bestimmten Umständen auf einen, von ihm noch möglicherweise auszuübenden Beruf zu verweisen und somit ihre Leistungspflicht zu minimieren.

Voraussetzung für die Leistungspflicht der Versicherung ist das Vorliegen der Berufsunfähigkeit. Da es keine einheitliche Definition der Berufsunfähigkeit gibt, muss man auf die entsprechende Klausel im jeweiligen Vertrag achten. Bei Unsicherheiten ist die Beratung durch einen erfahrenen Anwalt für Berufsunfähigkeitsversicherungen hilfreich.


Vorliegen der Berufsunfähigkeit

Folgende Versicherungsbestimmungen von Berufsunfähigkeit sind anzutreffen:

„Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich für die Dauer von mindestens drei Jahren (Prognosezeitraum) außer Stande ist, seinen Beruf, wie er vor Eintritt der Krankheit, Körperverletzung oder des Kräfteverfalles beschaffen war, auszuüben.“

Eine weitere Formulierung lautet:
„Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich für die Dauer von mindestens drei Jahren (Prognosezeitraum) außer Stande ist, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die er auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung ausüben kann und die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht (Verweisungsberuf).“

Die derzeit gängige Formulierung lautet:
„BU liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich 6 Monate ununterbrochen außerstande ist, ihren Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht. Ein Berufsunfähigkeitsgrad von mindestens 50 % wird als Leistungskriterium für 100 % Leistung vorausgesetzt.“

Ältere Verträge enthalten meist keine Prognose, sondern nehmen Bezug auf einen „voraussichtlich dauerhaften“ Zeitraum.

Das Vorliegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird durch ein medizinisches Gutachten festgestellt, welches in der Regel durch die Versicherungsgesellschaft beauftragt wird.


Anwalt für Berufsunfähigkeitsversicherungen

Unsere auf dem Versicherungsrecht erfahrenen Rechtsanwälte der Kanzlei Merz & Lauf sind aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Lage, diese Gutachten zu überprüfen und festzustellen, ob die vom Sachverständigen getroffenen Feststellungen sich mit den tatsächlich vorliegenden Befunden decken. Um Ihre Ansprüche aus der Berufsunfähigkeitsversicherung durchzusetzen, arbeiten wir daher unter anderem mit medizinischen Sachverständigen zusammen, welche uns bei der Überprüfung der Gutachten unterstützen.

Vielfach entbrennt der Streit mit der Versicherung allerdings um die genaue Beschreibung des ausgeübten Berufes bzw. der ausgeübten Tätigkeit. Auch hier verstehen sich die Anwälte für Berufsunfähigkeitsversicherungen der Kanzlei Merz & Lauf aufgrund ihrer Erfahrung darauf, der Versicherung die entsprechenden Informationen mitzuteilen, um an deren Leistungspflicht von vornherein keinen Zweifel aufkommen zu lassen.

Ferner behalten unsere Anwälte auf dem Gebiet der Berufsunfähigkeitsversicherung die aktuelle Rechtsprechung im Auge, da gerade ältere Verträge noch Klauseln enthalten, welche nicht mehr rechtsprechungskonform sind. Gerade im Bereich der sogenannten „Verweisungsklausel“ sind in der jüngeren Vergangenheit einige, für Versicherungsnehmer günstige Entscheidungen getroffen worden. Ungeachtet dessen berufen sich die Versicherungsgesellschaften nach wie vor beharrlich auf die Gültigkeit der unwirksamen Klauseln. Hier bedarf es daher dringend anwaltlicher Unterstützung, welche Ihnen die im Versicherungsrecht erfahrenen Kollegen der Kanzlei Merz & Lauf gern anbieten.


Wir bitten um Ihr Verständnis, dass auch die „weiterführenden Informationen“ nur die grundlegenden Probleme der einzelnen Bereiche im Versicherungsrecht ansprechen können und auch diese nur in den Grundzügen erläutern. Wir, die Rechtsanwälte von Merz & Lauf, weisen darauf hin, dass die Lektüre der vorstehenden Ausführungen keine persönliche Rechtsberatung ersetzen kann, sondern lediglich eine erste Informationsgrundlage darstellt. Für ein solches persönliches Beratungsgespräch stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Dabei sind wir grundsätzlich deutschlandweit aktiv. Im Bereich des Versicherungsrechts konzentriert sich unsere Tätigkeit dabei vor allem auf den Freistaat Sachsen, insbesondere die Region Dresden aber auch Chemnitz, Görlitz, Wurzen, Oschatz, Radeberg, Freital, Dippoldiswalde, Löbau, Pulsnitz, Bischofswerda, Hoyerswerda, Altenberg, Moritzburg, Döbeln, Großröhrsdorf, Grimma, Großenhain, Nossen, Pirna, Mittweida, Zwickau, Kamenz, Meißen, Bautzen, Riesa, Freiberg und Leipzig. Unser Anwalt für Versicherungsrecht aus Dresden ist für Sie da.

Ihre Ansprechpartner

Rechtsanwalt Albrecht Lauf

Fachanwalt für Arbeitsrecht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht

Telefon:
0 351 318 41 – 0

Merz & Lauf Rechtsanwälte PartG mbB
Comeniusstraße 109 | 01309 Dresden

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